Im Gespräch mit Anja Plath.


Wer arbeitet eigentlich bei WBS GRUPPE? Und was treibt sie an, jeden Tag ihr Bestes zu geben? Lernen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen und erfahren Sie Geschichten aus dem WBS Alltag.

Erfahren Sie hier mehr über Anja Plath. Sie ist Schulleiterin bei den WBS SCHULEN in Dresden. Wieso ihr vor kurzem ein Ständchen gesungen wurde und was sie anfangs am meisten irritiert hat, erzählt sie uns im Interview.


Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Einen normalen Arbeitstag gibt es bei mir eigentlich nicht. Das fängt zum Beispiel schon morgens an, wenn sich eine Lehrkraft krankmeldet. Dann muss ich da erstmal nach Ersatz schauen. Über den Tag verteilt werde ich auch mal von Schülern angesprochen, die meine Unterstützung brauchen. Da müssen dann andere Dinge warten. Als Schulleiterin habe ich aber auch mehr oder weniger regelmäßige Termine wie eine Schulleiterberatung. Hier berate ich dann mit anderen Schulen in Sachsen, der Schulbehörde und dem Kultusministerium über schulrechtliche Angelegenheiten, Projekte und Pläne. Ich verantworte in Dresden fünf Schulen mit über 600 Schülern und 45 Lehrkräften – und muss daher oft auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Dabei bin ich abwechselnd Sozialpädagogin, Lehrerin, Beraterin für Lehrkräfte, Koordinatorin und vieles weiteres mehr. Ein echtes Chamäleon also.

Wie sieht dein Werdegang aus?

Ich wollte bereits seit der ersten Klasse Lehrerin werden. Nach meinem Abitur habe ich dann auch an der TU Dresden Wirtschaftspädagogik studiert. Weil mir Mathe und Controlling dabei besonders gut gefallen haben, war eine Station vor meiner Diplomarbeit dann auch ein Praktikum in einer Controlling-Abteilung. Nach dem Studium bin ich dann als Projektmanagerin bei einem privaten Weiterbildungsanbieter im Erzgebirge eingestiegen, ging aber später wieder zurück nach Dresden als Assistenz der Geschäftsführung. Bei beiden Stellen hatte ich bereits viel mit der Beschaffung von Fördermitteln oder Jahresabschlüssen zu tun und war voll in meinem Element. Dennoch wollte ich nach fünf weiteren Jahren eine neue Unternehmenskultur erleben und habe mich 2014 als „Bildungskoordinatorin“ bei der WBS in Dresden beworben. Das war damals eine turbulente Zeit, weil wir drei neue Schulen gleichzeitig gründen wollten.  Wir haben im Folgejahr mit 100 Schülern begonnen, was schon eine Menge Arbeit war. Kurz darauf wurde mir dann angeboten, die Schulleitung zu übernehmen – und das mache ich jetzt bereits seit 2 ½ Jahren.

Was war deine größte Herausforderung bisher?

Da fallen mir zwei Beispiele ein. Als der neue Schulstandort auf der Berliner Straße an den Start gehen sollte, musste natürlich auch der Mietvertrag ausgehandelt werden. Weil zu der Zeit auch noch einige andere große Projekte im Unternehmen liefen, konnte unser Vertragsmanagement das nicht stemmen und ich hab das dann selbst übernommen. Für mich ein völlig neues Metier! Man weiß ja bei solchen komplexen und langfristigen Verträgen nicht, ob man vielleicht ein Detail oder einen Haken übersieht. Am Ende hat das dann aber doch ohne Probleme funktioniert. Eine andere Sache war die sogenannte Schulfremdenprüfung, für die wir wegen einer juristischen Sache die Anerkennung nicht bekommen haben. Das bedeutete, dass zwei unserer Klassen nochmal durch neun anstatt fünf Prüfungen mussten. Sowas frustet natürlich erstmal sehr, klar. Aber wir haben das transparent erklärt, die Schüler nach Kräften unterstützt und am Schluss ging dann auch alles gut.

Und was war eines deiner Highlights?

Witzigerweise hat das auch mit der Anerkennung von Schulen zu tun. Wir hatten da super viel Arbeit im Team, um die Anerkennung unserer Erzieher fertigzustellen. Nachdem alles durch ging und die Bestätigung da war, haben sich die Schüler nicht nur bei der Klassenleitung sondern auch ganz gezielt bei mir bedankt. Also mit Blumen und einem Gutschein für die Staatsoperette Dresden. Und dann haben die beiden Klassen, also rund 50 Schüler, sich noch einen Song meiner Lieblingsband vorgenommen, den Text auf mich passend umgeschrieben und mir ein Ständchen gesungen. Das war einfach so unerwartet und toll. Definitiv eines meiner Highlights bei der WBS!

Was motiviert dich, jeden Tag zur Arbeit zu kommen und dein Bestes zu geben?

Das ist für mich schon eine sehr persönliche Frage. Ich bin in einer Leistungsfamilie groß geworden, also steckt dieser Ehrgeiz tief in mir drin. Das führt auch dazu, dass ich ganz konsequent sage: Wenn ich denke, dass ich meinen Job nicht richtig machen kann, dann suche ich etwas neues. Bei der WBS war ich die ersten drei Monate sehr irritiert. Bei meinen früheren Arbeitgebern war der Leitgedanke allen Handelns „Wieviel Schulgeld erheben wir? Was können wir noch von den Schülern verlangen?“ – also sehr gewinnorientiert. Hier ist die Frage hingegen „Was kann ich meinen Schülern Gutes tun?“. Für diese Sichtweise und für diese Werte bin ich der WBS sehr dankbar. Ich darf hier Schule so machen, wie es am besten für die Schüler ist und habe viele Freiheiten dabei. Das wird einem dann aber auch zurückgegeben – und nicht nur innerhalb unseres tollen Teams. Ich hatte vor ein paar Monaten eine Schülerin, die sich bei mir bedankt hat. Und am folgenden Tag kam ihre Mutter vorbei und hat sich mit den Worten „Mein Kind hat bei Ihnen die Lust am Lernen wiedergefunden!“ nochmal bedankt. Da weiß man dann, dass man wirklich etwas Gutes hier macht.

Welchen Ratschlag würdest einem Bewerber oder eine Bewerberin geben?

Wer bei uns anfangen will, muss für die Sache brennen. Da ist es egal, ob man Vollzeit oder Teilzeit arbeitet: Wir haben uns hier mit Leib und Seele der Bildung verschrieben und das merkt man wirklich. Dazu gehört natürlich auch, dass die persönliche Ebene nicht vernachlässigt wird und Schüler und Teilnehmer auch emotional mitgenommen werden. Man ist bei uns in einer Firma unterwegs, die man so wahrscheinlich noch nicht erlebt hat. Was auch ungewöhnlich ist: Wir haben mehr weibliche als männliche Führungskräfte. Und bei den WBS SCHULEN sind wir auch ein sehr junges Team – wir freuen uns also auch wirklich über neue Kollegen und Kolleginnen mit mehr Lebenserfahrung!

Danke, Anja!

 

(Das Interview wurde am 29.11.2018 geführt)


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